Home » Clarissa und der Vampir Vitali by Wilma Rocher
Clarissa und der Vampir Vitali Wilma Rocher

Clarissa und der Vampir Vitali

Wilma Rocher

Published
ISBN :
Kindle Edition
63 pages
Enter the sum

 About the Book 

„Ah! Eine Frau“, sagte Vitali und betrachtete sie interessiert, „eine seltene Lieferung.“ Er ging zu ihr und mutmaßte laut, was sie wohl in ihrer Gemeinde verbrochen habe. Er fragte sie, ob sie eine Kindermörderin, Giftmischerin oder eineMore„Ah! Eine Frau“, sagte Vitali und betrachtete sie interessiert, „eine seltene Lieferung.“ Er ging zu ihr und mutmaßte laut, was sie wohl in ihrer Gemeinde verbrochen habe. Er fragte sie, ob sie eine Kindermörderin, Giftmischerin oder eine Ehebrecherin sei und bei der letzten Vermutung schaute er sie unvermittelt an. Er sah ihre Augen, die wie helles Bernstein schimmerten und meinte nickend, dass diese schönen Augen, die wie goldener Honig leuchteten, nur einer kleinen Schlampe gehören könnten. Clarissa ließ das Ende ihres Kopftuchs los und offenbarte ihm ihr Gesicht. Sie zog ihre Kordel vom Kragen auf, legte ihren Kopf schräg nach hinten und präsentierte ihm ihre Kehle. Er lachte nur und ging zu seinem Arbeitstisch. Dort nahm er ein Messer und befahl ihr, näher zu kommen. Er nahm ihre Hand und öffnete ihre Pulsader. Ohne zu Zucken ließ sie ihn gleichgültig gewähren. Er fing ihr Blut in einem Krug auf, während er ihr lachend erklärte, dass er nicht vorhabe, aus ihr eine Vampirin zu machen. Als der Krug zur Hälfte gefüllt war, begann sie zu schwanken. Der Fürst befahl einen seiner Wachen, Namens Oleg, einen Stuhl zu holen und Clarissa sank schwankend darauf nieder. Der Wächter hielt sie an ihren Schultern aufrecht und Vitali verschloss ihre Wunde. Er wies die Wache an, sie in ein Gästezimmer einzuquartieren und machte ihm unmissverständlich klar, dass sie jetzt ihm, Fürst Vitali, gehörte. Clarissas Verstand nahm dies nur verschwommen wahr. Sie registrierte noch, dass die Wache nach Seife roch und fand diesen Geruch ungewöhnlich. Sie hatte die Hölle auf der Burg erwartet, bewohnt von blutrünstigen Wilden, von denen der Mönch aus ihrem Dorf immer gesprochen hatte, doch jetzt roch sie zum ersten Mal in ihrem Leben einen sauberen Mann....